Kinderfreundlich

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Kiwanier arbeiten mit Kindern. Das ist Teil unserer Aufgabe. Hier haben wir einige Tipps gesammelt, bevor Sie mit Ihrem nächsten Projekt beginnen.

Kiwanis-Mitglied zu sein bedeutet, dass Sie einen besonderen Platz für junge Menschen in Ihrem Herzen haben. Bei Spendenaktionen, Serviceprojekten und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen arbeiten Kiwanier auf der ganzen Welt Seite an Seite mit Menschen aller Altersgruppen. Es kommt jedoch sehr darauf an, wie man diese gemeinsame Zeit mit Jugendlichen verbringt. Es reicht keinesfalls, einfach nur da zu sein. Unserer Aufgabe muss mehr Bedeutung beigemessen werden. Während unserer Anwesenheit müssen wir Leidenschaft, Kenntnisse und Freude am Einsatz zum Ausdruck bringen.

Was müssen Sie über die Arbeit mit Jugendlichen in Ihrer Gemeinde wissen?

SICHERHEIT HAT VORRANG
Wussten Sie bereits, dass alle Erwachsenen, die mit Jugendlichen unter 18 Jahren bei einer Kiwanis-Verstaltung zusammenarbeiten, ihr Einverständnis geben müssen, Jugendschutzrichtlinien durchzulesen und einzuhalten?

Bei mehr als 340.000 Mitgliedern, die an Jugendprogrammen von Kiwanis teilnehmen und bei einer Mehrheit von Clubs, die Jugendliche sponsern oder auf irgendeiner Weise mit Jugendlichen zusammen arbeiten, darf man niemals vergessen, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden jedes einzelnen Kindes während dieser Zeit in den Händen der Kiwanis-Mitglieder liegt. Das bedeutet: Sicherheitsrichtlinien und Hintergrundprüfungen.

Holen Sie sich Informationen ein. Kiwanis-Richtlinien über die Zusammenarbeit mit Jugendlichen finden Sie unter kiwanis.org/youthprotection.

Umatilla Elementary School rocket launch, photo by Roberto Gonzalez

BITTE VERGESSEN SIE NICHT: JEDER MENSCH IST ANDERS
Begrüßen Sie Individualismus. Schätzen Sie Diversität. Erkennen Sie, dass jeder Mensch einzigartig ist und etwas anders zu unserem Clubleben beiträgt. Einige Mitglieder beteiligen sich lieber an Serviceprojekten als an Spendenaktionen. Andere wiederum bevorzugen es, im Hintergrund zu arbeiten und kümmern sich um die Technologie. Und dann gibt es Mitglieder, die den direkten Kontakt mit der Gemeinde lieben.

Denken Sie bitte auch daran, dass im Gehirn des Menschen unterschiedliche Entwicklungsschritte stattfinden. Ein Projekt mit jüngeren Mitgliedern, wie zum Beispiel den K-Kids, erfordert eine andere Herangehensweise, wie ein Projekt mit den etwas älteren Mitgliedern der Builders-Club. Das Gehirn ist der Altersgruppe entsprechend unterschiedlich weit entwickelt. Man kann davon ausgehen, dass Key-Club-Mitglieder Interesse an anderen Projekten haben, wie die K-Kids-Mitglieder. Wir sind alle unterschiedlich. Wir lernen und beteiligen uns auf verschiedene Weise. Und genau so soll es auch sein. Indem wir zusammenarbeiten erzielen wir die größten Erfolge.

„Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass wir unsere Herangehensweise den Vorgängen, die sich im Gehirn abspielen, anpassen“, sagt Lisa Pyron, Beraterin für den K-Kids Club der College-Park-Grundschule in Indianapolis und Fachberaterin bei Kiwanis International. „Es gibt sehr viel Literatur darüber, wie das Gehirn funktioniert und wie man Jugendliche engagieren kann. Ich bemühe mich, bei allem was wir tun, die verschiedenen Lernstile (visuelle, auditive, verbale, physische) einzusetzen. Ich beginne die K-Kids-Treffen mit achtsamen Körperbewegungen und jedes Kind beteiligt sich je nach Fähigkeit an den Atemübungen und macht mit. Wir machen Bewegungs- und Dehnübungen und bauen positive Energie für das vor uns liegende auf. Die Clubmitglieder werden aufgemuntert und ich freue mich darauf, entspannt und motiviert meine Aufgabe zu erfüllen.

GEGENWÄRTIG SEIN
Plant Ihr Club ein Leseprojekt mit einem gesponserten K-Kids-Club? Das ist hervorragend. Haben sich die Mitglieder Ihres Clubs verpflichtet, Kindern ein paar Mal während des Schuljahres vorzulesen? Sie könnten noch mehr machen.

Es ist wichtig, öfter und regelmäßig anwesend zu sein. Besuchen Sie die K-Kids nicht nur, um ihnen eine Geschichte vorzulesen. Setzen Sie beim Vorlesen interaktive Elemente ein. (Weitere Informationen zum interaktiven Vorlesen finden Sie unter kiwanismagazine.org/readaloud.) Die Kinder werden begeistert sein und mehr Interesse zeigen. Sie werden Ihren Besuch nicht vergessen und sich auf das nächste Vorlesen freuen. Auf diese Art und Weise bauen Sie starke Verbindungen auf, werden zu Mentoren und wecken die Freude am Lernen und Lesen. Bitte denken Sie bei allen Projekten mit Jugendclubs, die von Ihnen gesponsert werden, an all die bereits erwähnten Dinge. Wenn Sie sich angemeldet haben, einen K-Kids-Club, Builders Club, Key Club oder Circle-K-Club zu sponsern, sollten Sie planen, regelmäßig  anwesend zu sein und etwas zu tun.

„Haben Sie Spaß!“, sagt Mary Bowen, die Beraterin des Key Clubs der Fridley (Minnesota) Senior High School. Kiwanis-Mitglieder können einen entscheidenden Einfluss auf das Leben der Key-Club-Mitglieder haben. Ich habe eine enge Verbindung zu vielen Schülern aufgebaut und mein Leben wurde durch die dauerhaften und tiefen Freundschaften stark beeinflusst. Ich bin Mitglied bei Kiwanis geworden, weil ich von den hervorragenden Jugendprogrammen begeistert bin.“

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Andere Teilnahmemöglichkeiten:
Stellen Sie sicher, dass sich die Mitglieder Ihres Clubs als Freiwillige an Jugendclubprojekten und Spendenaktionen beteiligen. Arbeiten Sie in Schichten. Hängen Sie Poster auf. Nehmen Sie an Planungsveranstaltungen teil. Bieten Sie Vorschläge an, wie man um Spenden wirbt und Geld verwaltet.

  • Stehen Sie jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Tauschen Sie Ihre Kontaktinformationen aus.
  • Nehmen Sie an den Wahlen in den Jugendclubs teil und bieten Sie an, Fotos für die sozialen Medien zu machen.
  • Aktualisieren Sie die Webseite Ihres Kiwanis Clubs mit Informationen über die Jugendclubs.

Ihre Anwesenheit ist wichtig. Sie sollten jedoch dabei nicht vergessen, dass die Schüler lernen sollen, selbst die Leitung zu übernehmen. „Denken Sie daran: Key Club ist eine von Schülern geleitete Organisation“, sagt Bowen. „Es fällt mir nicht leicht, meinen Mund zu halten. Ich bin von Natur aus eine sehr gesellige Person und muss mich sehr anstrengen, mich zurückzuhalten.“

NAMEN LERNEN
Mit Freundlichkeit und Persönlichkeit kommt man in jeder Situation sehr weit. Wenn man zu einer Key-Club-Versammlung kommt, bedeutet es dem Clubpräsidenten sehr viel, persönlich begrüßt zu werden. „Hallo Kaitlyn! Wie geht es dir?“, klingt besser, als einfach nur zu sagen: „Was steht heute auf der Tagesordnung?“ Der Aufbau positiver Beziehungen führt zu einem starken Club.

„Jede Person liebt es, mit Namen angesprochen zu werden. Der eigene Name klingt in jeder Sprache wie Musik“, schreibt Dale Carnegie in seinem Buch: „How to Win Friends and Influence People“ („Wie man Freunde gewinnt und Menschen beeinflusst“).

FREUEN SIE SICH ÜBER GELEGENHEITEN ZUM ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
Stellen Sie sich die folgende Situation vor: Sie sind Berater eines Builders Club und nehmen an einer Versammlung teil. Die Präsidentin dieses Builders Club wirkt während der Ansprache sehr nervös. Sie lacht, hält sich die Hand vors Gesicht und macht erniedrigende Witze über sich selbst. Sie leitet durch die Versammlung und am Ende drückt sie aus, wie unwohl und unsicher sie sich dabei fühlt, vor anderen Menschen zu stehen. Einerseits könnten Sie einfach wieder zurück zur Arbeit oder nach Hause gehen. Andererseits könnten Sie sich die Zeit nehmen, um dieser Person positives Feedback und Verbesserungsvorschläge zu geben. Wie Sie sich entscheiden, liegt an Ihnen. Sie selber haben diese Erfahrungen bereits hinter sich und können gute Ratschläge erteilen. Werden Sie zum Mentor.

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KEINE SORGE
Man mag es fast nicht glauben, aber es gibt Kiwanis-Mitglieder, die sich nicht wohl dabei fühlen, mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten.

  • Haben Sie das Gefühl, die jungen Menschen reden komisch?
  • Befürchten Sie, dass Ihre Interessen zu weit voneinander abweichen?
  • Gibt es technologische Lücken, die Sie von einem bestimmten Projekt abhalten?
  • Sind Sie schüchtern?
  • Haben Sie Bedenken, dass die Key-Club-Mitglieder Sie nicht mögen?

Unsicherheit ist ein ganz normales Gefühl. Sie können diesem Gefühl jedoch mit bestimmten Mitteln entgegenwirken. Sie könnten eine Geschichte erzählen. Sie sind bewandert und haben Lebenserfahrung. Vermitteln Sie ein Gefühl von Erleichterung und Zuversicht, dass sich alles zum Guten wenden wird. Je mehr Sie reden, desto zutraulicher werden die Jugendlichen und beginnen Fragen zu stellen. Sie werden staunen, wie viel Sie in dieser Beziehung geben und gewinnen können. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung.

Mary Bowen hat einige Tipps für jeden Kiwanier, der möglicherweise zögert, mit Jugendlichen zusammen zu arbeiten.

„Ich möchte Sie ermutigen einmal, zweimal oder mehrmals den Jugendclub zu besuchen“, sagt sie. „Irgendwann werden sie die Jugendlichen vermissen und die Jugendlichen werden sie vermissen. Noch dazu könnte ein aufgeschlosseneres Kiwanis-Mitglied ein schüchternes Mitglied bei den ersten Besuchen begleiten.“

Außerdem sagt sie: „Bleiben Sie mit den sozialen Medien auf dem Laufenden! Ich bin fast 81 Jahre alt und musste lernen, damit umzugehen, weil es die einzige Möglichkeit ist, mit den Key Clubbern und meinen zehn Enkelkindern Kontakt aufzunehmen. Ich bin stolz darauf, dass ich das noch geschafft habe.“


 

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