Förderung des Bewusstseins für Epilepsie

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Epilepsie Spezialisten und Mitglieder des Kiwanis Club Terni.

Kiwanis-Mitglieder in Italien richten ihre Aufmerksamkeit auf eine häufige, aber verborgene Krankheit.

Obwohl Epilepsie zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern in der Welt zählt, hält sich diese Krankheit im Verborgenen. Einige Mitglieder des Kiwanis Clubs Terni, Italien, kennen sich jedoch sehr gut mit Epilepsie aus. Sie möchten ihre Kenntnisse gerne auch an andere Menschen weitergeben.

Als der Kiwanis-Distrikt Italien-San Marino den Clubs den Vorschlag machte, das Bewusstsein und Verständnis für diese Krankheit zu fördern, reagierten die Mitglieder des Kiwanis Clubs Terni sofort.

„Viele unserer Mitglieder sind gut über diese Krankheit informiert und bringen sehr viel Verständnis dafür auf“, sagt der Clubsekretär Luciano Binnella. „Zu unseren Mitgliedern gehören viele Ärzte und Lehrer, darunter auch ich. Während unserer Karriere sind wir Patienten und Studenten begegnet, die unter Epilepsie gelitten haben.“

Diese umfassende Erfahrung aus erster Hand hat das Interesse im Club ins Leben gerufen, die Öffentlichkeit über Epilepsie aufzuklären.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist „Epilepsie eine chronische nicht-übertragbare Erkrankung des Gehirns, die in jedem Lebensalter auftreten kann“. Mehr als 50 Millionen Menschen leiden unter dieser Krankheit. Etwa 75 Prozent dieser Menschen leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen und erhalten keine Behandlung. Epileptiker—und ihre Familien — müssen mit Vorurteilen und Diskrimination leben.

Am Welt-Epilepsie-Tag 2019, im vergangenen Februar, haben sich die Mitglieder des Kiwanis ClubsTerni  mit dem Schulrat der Region Umbrien und Sportlehrern zusammengeschlossen, um ein Programm anzubieten, dass auf den Richtlinien der Italienischen Epilepsievereinigung basiert. Unter dem Motto #epilepsyNONMIfaipaura (Epilepsie macht mir keine Angst) wurden Schüler und Erwachsene aus allen Schulen der Umgebung eingeladen. Unter den 120 Teilnehmern befanden sich Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren, die aufgrund ihres Interesses für Epilepsie und dem Wunsch nach einer medizinischen Ausbildung ausgewählt wurden.

Zu den Referenten gehörten Neurologen und ein Experte für Sicherheit am Arbeitsplatz. Es wurde über Vorschriften beim Fahren und dem Einsatz von Maschinen am Arbeitsplatz gesprochen, über Medikamente und die Entwicklung einer Sicherheitskultur, für Kinder die von Epilepsie betroffen sind, in den Schulen.

„Die Schüler haben starkes Interesse für dieses Thema gezeigt“, sagt der Clubpräsident Massimo Sabatini. „Sie haben spezifische Fragen zur Neurophysiologie und Pathologie der neuronalen Übertragung und der Übertragungswege gestellt. Zudem wurde über die Kombination hysterischer und epileptischer Anfälle nachgefragt und welche Hilfeleistung bei einem epileptischen Anfall erbracht werden sollte.“

Das Forum erhielt umfassend öffentliche Aufmerksamkeit durch die Sozialmedien, Zeitungen und einer regional ausgestrahlten Nachrichtensendung.


 

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