VORBILDER IM KLASSENZIMMER

Kiwanier und Lehrer verfolgen ein gemeinsames Ziel: Sie fördern Kinder dabei, ihr gesamtes Potential zu entfalten. Es überrascht nicht, dass viele Lehrer Kiwanis-Mitglieder sind. 

Seit Jahrzehnten geben Kiwanis Clubs auf der ganzen Welt ihren Gemeinden mit Serviceprojekten in den Schulen etwas zurück: neue Spielplätze, Vorlesestunden, Nachhilfeunterricht und Terrific-Kids– und Bringing-Up-Grades-Auszeichnungsfeiern, um nur einige Beispiele zu nennen. Nach Ansicht der Kiwanierin Marie Madeleine Obona Njana, Lehrerin an einer Sonderschule in Kamerun, hinterlassen die erhaltenen Spenden an Materialien, Zeit und Ressourcen „für immer einen Eindruck bei den Kindern“.  

Lesen Sie mehr von drei Kiwanis-Mitgliedern, die sich auch im Berufsleben – als Lehrer – für Kinder einsetzen, über die Vorteile der Freiwilligenarbeit an Schulen:

„Ich bin Sonderschullehrer an einer inklusiven Schule, die ‚Les Séranges‘ heißt. Diese spezielle Schule erhält manchmal Spenden in einer ganz anderen Form, wie zum Beispiel Unterstützung von Experten, die auf die Behandlung von Kindern mit Behinderungen spezialisiert sind, Bildungsausflüge oder andere Zuwendungen.  

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Bei einer Weihnachtsfeier erhalten die Kinder Geschenke von Kiwanis und einer anderen internationalen Organisation, der Samaritan’s Purse. Diese Geste hat den Kindern sehr große Freude bereitet, da sie überwiegend bedürftig sind. Sie haben den Kindern und ihren Familien das Gefühl gegeben, beachtet zu werden. Für mich als Kiwanis-Mitglied und Lehrerin ist es eine sinnhafte und verdienstvolle Aufgabe, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen und die verletzten Herzen von Familien im Allgemeinen sowie der Kinder im Besonderen aufleben zu lassen.“  

Marie Madeleine Obona Njana   
Kiwanis Club Yaoundé, Kamerun, Afrika  


„Ich erinnere mich an die Hilfe, die mit uns befreundete Freiwillige zwei jungen Schülern, Maël und Hélène, haben zukommen lassen. Diese waren erst zu uns gestoßen, nachdem das Schuljahr bereits begonnen hatte.  

Das neue Schuljahr war bereits mehr als drei Monate alt. Im Januar erhielten wir die Anfrage, einen neunjährigen Schüler, dessen kranke Mutter in Paris medizinisch behandelt wurde, an der Schule aufzunehmen. Der neunjährige Maël wurde in der CE2-Klasse (drittes Grundschuljahr) aufgenommen und der Obhut seiner Tante anvertraut. Hélène war mit ihren Eltern gekommen, die aus beruflichen Gründen hatten umziehen müssen, und kam in die CM1-Klasse (viertes Grundschuljahr).  

In den Buchhandlungen gab es keine Klassenhandbücher oder Unterrichtsbücher mehr für diese beiden Schüler. Wir informierten die anderen Kinder in den Klassen der beiden Neuankömmlinge darüber, welche Schwierigkeiten die Eltern der beiden Kinder dabei hatten, die Unterrichtsmaterialien und insbesondere die Schulbücher zu besorgen.  

Augenblicklich kam Bewegung in die beiden Klassen und die Schüler leiteten die Information an ihre Eltern weiter. Diese wiederum mobilisierten ihre Netzwerke und bereits am folgenden Tag konnten Maël und Hélène, ausgestattet mit allen notwendigen Schulmaterialien und Schulbüchern, am Unterricht teilnehmen.  

Ohne die Mobilisierung und Hilfe unserer Freiwilligen hätten diese beiden Kinder nicht ordnungsgemäß am Schulunterricht teilnehmen können und hätten einen schwierigen Start gehabt.“  

Bernadette Sambar-Allen  
Kiwanis Club Basse-Terre, Guadeloupe, Distrikt Ostkanada und Karibik


„In unseren Regionen [in Afrika] sind die Voraussetzungen für die harmonische Entwicklung eines Kindes auf den drei Ebenen Kenntnisse, Verhalten und Wissen nicht immer gegeben.  

Damit sie sich gut entwickeln können, ist es unbedingt erforderlich, dass sie quantitativ und qualitativ ausreichend Unterstützung erhalten.  

Beispielsweise stiftete im Januar 2020 ein Verein ein den FIFA-Normen entsprechendes Fußballfeld für unsere Schule. Mit Hilfe dieses Fußballfelds können bei den Kindern gleich mehrere Eigenschaften gefördert werden. Auf der Ebene der Kenntnisse können sie lernen, wie man Fußball spielt. Dies könnte der Anfang von beruflichen Karrieren sein. Sie lernen zu rennen und zu springen, was zu ihrer körperlichen Entwicklung beiträgt. Auf der Ebene des Verhaltens wiederum ermöglicht es ihnen, in einem guten sozialen Umfeld aufzublühen, Teamgeist zu entwickeln und durch Rücksicht auf andere Menschen egoistische Verhaltensmuster zu überwinden.  

Im Großen und Ganzen freuen wir uns über jede Hilfe Dritter, die zur Entwicklung der Kinder in unserer Schule beiträgt.“ 

Omar Tofick  
Kiwanis Club Ouagadougou, Burkina Faso, Afrika  
Lehrer in der „SINYIRI C“-Schule von Ouagadougou  


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