GEGENSEITIGE HILFE ÜBER KONTINENTE HINWEG

Zum Wohl der Kinder bringt Kiwanis Freiwillige zusammen – über große Entfernungen, Ozeane und Landmassen hinweg.

Sie kannten sich nicht. Sie leben auf verschiedenen Kontinenten und auch ihre Kulturen unterscheiden sich stark voneinander. Dennoch sind sie von Kiwanis zusammengebracht worden und haben hervorragende Projekte für Kinder auf die Beine gestellt. Lesen Sie über die Zusammenarbeit und die Freundschaften von drei Clubs auf verschiedenen Kontinenten: Mali/Neukaledonien, Österreich/Uganda und Guadeloupe/Madagaskar.

MALI/NEUKALEDONIEN
Die Entscheidung, einen französischsprachigen Club in Afrika zu sponsern, fiel dem Kiwanis Club von Julien le Ray sehr leicht. 

Sein Club, der sich im französischen Staatsgebiet von Neukaledonien befindet, hat seine Charterurkunde von letztjährigen Past President Daniel Vigneron erhalten, der in Afrika aufgewachsen ist. Das veranlasste die Mitglieder dazu, dieses Erlebnis mit einem neuen Club zu teilen.  

„Abgesehen von unserer Motivation, den Kindern der Welt zu helfen, liebe ich als Mitglied von Kiwanis die Gelegenheiten, Menschen mit derart verschiedenem Hintergrund kennenzulernen“, sagt le Ray.  

Es entwickelte sich eine Freundschaft mit Fousseni Sawadogo, dem Präsidenten des Kiwanis Clubs Bamako Ville des Trois Caïmans in Mali.  

„Hier sind wir nun. Über das magische Internet, das keine Grenzen kennt, stehen wir mit Fousseni in Kontakt. Natürlich müssen wir den Zeitunterschied berücksichtigen und sicherstellen, dass wir erreichbar sind. Durch das Erstellen einer privaten Facebook-Gruppe hat sich bei uns beiden ein wunderbarer Austausch mit unseren jeweiligen Mitgliedern ergeben“, sagt Ray. 

Auch für Sawadogo ist diese Freundschaft wichtig. 

„Es ist mehr als nur eine einfache Freundschaft. Le Ray ist eine Person, die ich wirklich mag und schätze. Er ist sehr nett, und dasselbe gilt auch für die Mitglieder seines Clubs“, sagt Sawadogo. „Der Zeitunterschied hält uns nicht davon ab, ständig über Gesundheitsthemen sowie Weiterbildungs-, Sozial- und Kulturprojekte, die in den Bereich der Patenschaft fallen, zu sprechen.“ 

Es ist wie überall bei Kiwanis-Mitgliedern: Man genießt die Kameradschaft, die durch das Teilen gemeinsamer Werte und Erfahrungen entsteht. 

„Ich denke mit Rührung an die eindrucksvollen Momente dieses einfachen Austauschs. Ich zeige Fousseni von meiner Terrasse aus den Pazifischen Ozean. Er zeigt mir beim Besuch in Burkina Faso seine kleine Familie. Seine Schwester bereitet Joghurt zu, die Oma grüßt mich, die hübsche kleine Nichte benimmt sich schelmisch vor der Kamera. Mir wird klar, wie großartig es ist, dank Kiwanis einen Austausch erleben zu können, der über eine so große Entfernung funktioniert, so unwahrscheinlich und doch so unkompliziert ist. Werden wir uns eines Tages gegenüberstehen? Wer weiß? Auch das gehört zu den magischen Dingen, die Kiwanis mit sich bringt.“  

Obwohl sie auf verschiedenen Kontinenten leben, seien die Projekte und die Herausforderungen, die diese mit sich bringen, ähnlich, so Ray. 

„Vor allem die Ziele, Kindern zu helfen, sich um kranke Menschen oder Menschen mit Behinderungen, Mütter und werdende Mütter zu kümmern, decken sich.“   

ÖSTERREICH/UGANDA
Helmut Beran, Mitglied des Kiwanis Clubs Mödling in Österreich, lernte Catherine Namusisi aus Uganda über Facebook kennen und erzählte ihr von Kiwanis. Sie war sofort interessiert: „Wir brauchen Kiwanis in Uganda!“  

Gemeinsam schauten sie sich nach anderen Personen um, die auch Interesse bekundeten. Die Kiwanis Clubs Mödling und Wien Belvedere haben die Patenschaft für den Kiwanis Club Wakiso in Uganda übernommen. Bei der Charterfeier des Clubs am 28. Oktober 2018 in Uganda überreichte Helmut eine Anfangsspende für den Wohltätigkeitsfonds. Kleine sowie auch große Projekte wurden mit Energie und Begeisterung durchgeführt. 

Der Kiwanis Club Wakiso erhielt zudem einen Zuschuss vom Kiwanis Kinderfonds, mit dem Familien in den ärmsten Gebieten Ugandas im Zuge der COVID-19-Pandemie mit Lebensmitteln versorgt werden konnten. Die Organisation „Apotheker ohne Grenzen“ aus Wien, Österreich, spendete Arzneimittel.

Zusätzlich hatte der Kiwanis Club Ralia Koumac aus Neukaledonien den Mitgliedern des Kiwanis Clubs Wakiso im Februar 2019 geholfen, Zelte für das National-Referral-Krankenhaus für krebskranke Kinder zu erwerben. 

Der Kiwanis Club Wakiso hat umfangreiche Projekte in Uganda durchgeführt und wird oft in Printmedien und Fernsehsendungen erwähnt. All das ist der engen Zusammenarbeit der Clubs zu verdanken. 

GUADELOUPE/MADAGASKAR 
Für Inès Marinho und die Mitglieder des Internetclubs Baie-Mahault in Frankreich, lag die Entscheidung, mit einem Kiwanis Club in Madagaskar zusammenzuarbeiten, nahe. In ihrem Club gibt es vier madegassische Mitglieder (eins in Antananarivo, Madagaskar, eins in Kanada, eins in Paris, Frankreich, und ein weiteres in Guadeloupe, Frankreich). Sogar der Clubpräsident hat madegassische Vorfahren. 

Nach der Kontaktaufnahme mit Präsident Haja Rakotomalala vom Kiwanis Club Soavinandriana, Madagaskar, kombinierten Inès und Haja ihre Projekte: die Einrichtung von Gemeindeunterricht in Dörfern, beginnend mit Mitoerambahizaha und Morarano, und der gemeinsame Bau eines Schulgebäudes mit zwei Räumen in einem abgelegenen Gebiet mit vielen bedürftigen Einwohnern. 

Die Bemühungen des madegassischen Clubs wurden mit finanzieller Hilfe aus Kiwanis-Quellen unterstützt: Die Stiftung des Distrikts Frankreich-Monaco finanzierte 80 Prozent der Errichtung des Schulgebäudes in Mitoerambahizaha, in dem 147 Schüler unterrichtet werden.  

Der Internetclub Baie-Mahault finanzierte 93 Prozent des Schulbauprojekts in Morarano für 132 Schüler. Ein Mitglied des Kiwanis Clubs Baie-Mahault, das in Antananarivo, Madagaskar, lebt, koordiniert und überprüft gemeinsam mit Haja den Baufortschritt. Währenddessen sind drei Clubmitglieder in Guadeloupe dafür verantwortlich, die notwendigen Geldmittel aufzubringen, um die Fortsetzung des Projekts zu gewährleisten. 

Die Zusammenarbeit endet jedoch nicht mit dem Bau der Schule. Der Internetclub Baie-Mahault hat sich verpflichtet, drei Jahre lang das Gehalt für zwei Lehrer zu zahlen, und erwägt, den Schülern Schulmaterialien bereitzustellen. 


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